Zu guter Letzt
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Auf dem Kirchplatz St. Johannes rollen die Bagger: Was Pfarrei, Quartier, Kinder und Jugendliche gemeinsam entwickelt haben, wird nun Realität. In den Herbstferien packen Jugendliche mit an – bei Kugelbahn, Grillplatz und weiteren Begegnungsorten.
Jetzt wird sichtbar, was lange gemeinsam geplant und entwickelt wurde: Am 28. September sind auf der Nordseite der Kirche St. Johannes die Bagger aufgefahren. Damit hat die Neugestaltung des Kirchplatzes begonnen.
Wo bisher vor allem Wege und freie Flächen den Platz prägten, soll Schritt für Schritt ein lebendiger Treffpunkt für das Quartier entstehen. Ein Ort zum Spielen, Sitzen, Grillieren, Plaudern – oder einfach zum kurzen Innehalten. «Der Kirchplatz soll zu einem lebendigen Ort für das Quartier werden, an dem man spielen, sich begegnen, verweilen und durchatmen kann», sagt Kirchenrat Johannes Hegglin, der für die Pfarrei St. Johannes zuständig ist. Er freut sich, dass die lange geplante Umgestaltung nun sichtbar wird.
In der ersten Etappe erhält der nördliche Teil des Areals ein neues Gesicht. Geplant sind unter anderem eine Kugelbahn, die auch beklettert werden darf, zwei ganzjährig nutzbare Hängematten sowie eine Sitzarena mit Grillstelle. Im Innenhof entsteht zudem eine Sitzgruppe unter dem Tulpenbaum.
«Nun wird aus vielen Ideen ein konkreter Ort», sagt Gemeindeleiter Bernhard Lenfers. Besonders freut ihn, dass der neue Kirchplatz nicht hinter verschlossenen Türen am Schreibtisch entstanden ist. Kinder, Jugendliche, die Pfadi, die Pfarrei und Menschen aus dem Quartier konnten ihre Wünsche und Vorstellungen einbringen. «Jetzt dürfen wir erleben, wie ein lebendiger Begegnungs- und Spielraum entsteht», so Lenfers.
Die Geschichte des neuen Kirchplatzes begann mit einem Echoprozess. Nutzende und freiwillig Engagierte brachten ihre Erfahrungen, Bedürfnisse und Ideen ein. Die daraus entstandenen Impulse flossen in das Projekt «Mensch + Kirche Zug 2035» ein. Die Vision dahinter: Das Kirchenareal soll sich stärker zum Quartier hin öffnen und zu einem Ort werden, an dem Menschen gerne Zeit verbringen. Dieser Gedanke endet nicht mit dem ersten Baggereinsatz. Auch während der Bauarbeiten bleibt die Bevölkerung Teil des Projekts. In den Herbstferien vom 14. bis 16. Oktober packen Kinder und Jugendliche auf der Baustelle mit an. Unter fachlicher Begleitung helfen sie dabei, erste Elemente des neuen Platzes entstehen zu lassen.
Bereits Mitte Oktober soll der erste Teil des neuen Kirchplatzes fertig sein. Die Kugelbahn und der Grillplatz stehen dann zur Nutzung bereit und laden dazu ein, den neu gestalteten Ort unmittelbar zu entdecken. Die offizielle Einweihung folgt am 15. November, im Rahmen des Johannesforums. Damit ist die Entwicklung des Kirchplatzes allerdings noch nicht abgeschlossen. In einer zweiten Etappe soll auch der südliche Bereich des Areals neugestaltet werden. Die Arbeiten dafür sind ab Frühjahr 2027 vorgesehen.
So wächst der Kirchplatz Stück für Stück zu dem Ort, den sich Pfarrei und Quartier gemeinsam gewünscht haben: offen, belebt und mitten im Quartier. UG
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