Stadt Zug
Historische Kirche wird umfassend restauriert
Der Igel geht nach dem Winterschlaf gleich auf die Suche nach Nahrung.
Im Kanton Zug wird eslebendig: Winterschläferverlassen ihre Verstecke, Winterruher werden wieder aktiv, und Zugvögel kehrenaus dem Süden zurück. Der Frühling ist die Zeit, in der die heimische Tierwelt nach Monaten der Ruhe den Wald, die Wiesen und Gärten in ein lebendiges Schauspiel verwandelt.
Ab März und April erwachen im Kanton Zug Tiere, die den Winter in tiefer Ruhe verbracht haben. Dazu zählen Igel, Fledermäuse, Siebenschläfer, Gartenschläfer und Haselmäuse. Nach Wochen oder Monaten der Ruhe sind ihre Fettreserven stark geschrumpft, und die Suche nach Nahrung steht an erster Stelle. Igel streifen durch Laubhaufen auf Wurm- und Insektenjagd, Fledermäuse kehren in der Dämmerung zu ihren Jagdgebieten zurück, und Bilche bewegen sich vorsichtig in ihren Revierbäumen.
Das Erwachen ist ein langsamer Prozess: Herzschlag, Stoffwechsel und Körpertemperatur müssen schrittweise hochfahren, um Energie zu sparen. Wer aufmerksam durch Wälder und Gärten geht, kann das erste Rascheln im Laub oder das Flattern von Fledermausflügeln beobachten – ein leiser Auftakt zur lebendigen Geräuschkulisse des Frühlings. Andere Tiere, die keine tiefe Winterruhe halten, werden bei milderen Temperaturen wieder aktiv. Dachse und Eichhörnchen überprüfen ihre Vorräte, suchen nach Nahrung und erkunden ihre Reviere. Eichhörnchen tragen dazu bei, dass vergessene Nüsse keimen und neue Bäume entstehen – ein kleiner, aber wichtiger Beitrag zur ökologischen Vielfalt in den Zuger Wäldern. Auch die vorsichtigen Bewegungen der Dachse, die oft noch in den Schutz ihrer Bauten zurückkehren, tragen zur Frühjahrsaktivität bei. Wechselwarme Tiere nutzen die steigenden Temperaturen, um ihren Stoffwechsel wieder anzukurbeln. Eidechsen, Ringelnattern, Blindschleichen, Frösche und Kröten verlassen ihre Winterverstecke im Laub, Schlamm oder unter Steinen. Besonders Seefrösche tauchen wieder aus Teichen auf, während Reptilien sich auf sonnigen Flächen wärmen und nach Insekten Ausschau halten. Mit diesen Aktivitäten tragen sie zu den ersten Geräuschen und Bewegungen des Frühlings in Zug bei.
Mit den ersten warmen Tagen kehren auch die Zugvögel zurück. Stare, Bachstelzen, Amseln und Meisen füllen Bäume und Sträucher mit Gesang, während Rehe, Hirsche und Füchse wieder aktiver auf Nahrungssuche sind. Ihre Bewegungen und Rufe tragen entscheidend zur akustischen Frühlingskulisse bei. Aufgrund der frühen Aktivität vieler Tiere gilt im Kanton Zug vom 1. April bis 31. Juli eine Leinenpflicht für Hunde im Wald und am Waldrand. Dies schützt die Wildtiere in einer besonders empfindlichen Phase nach dem Winter und sorgt dafür, dass das Erwachen ungestört stattfinden kann. Der Frühling in Zug ist nicht nur eine Jahreszeit, sondern ein hörbares Erwachen der Natur. Winterschläfer, Winterruher, Amphibien, Reptilien und Zugvögel beleben Wälder, Wiesen und Gärten – jeder Schritt, jedes Rascheln und jeder Ruf trägt zur Geräuschkulisse bei. Wer aufmerksam durch die Region streift, erlebt hautnah, wie die heimische Tierwelt den Winter hinter sich lässt und die Landschaft wieder in Bewegung bringt.
MS
Lade Fotos..