Nachhaltigkeit
Impulse für nachhaltige Städte und Gemeinden aus der Zentralschweiz
Es sind besondere Augenblicke, wenn das Team des Vereins ABRI mit seinen Therapiehunden – klein und gross – die Ferienwoche der Stiftung Kifa am Zugersee besucht. Für die Kinder und ihre Pflegepersonen ist dieser Nachmittag voller Licht, Wärme und leiser Freude.
Wenn die Hundeführerinnen mit ihren Tieren ankommen, verändert sich die Atmosphäre. Diese Einsätze sind ruhiger, sanfter und behutsamer als in anderen Einrichtungen wie Kinderheimen oder Schulen. Getragen von Feingefühl für jedes einzelne Kind und seine ganz eigenen Bedürfnisse, entsteht Nähe oft in kleinen Gesten: ein vorsichtiges Streicheln, ein zarter Nasenstupser, ein kurzer, vertrauter Blick oder einfach die stille Anwesenheit eines Hundes an der Seite des Kindes. Auch für die Pflegerinnen der Kinder sind die Hundebegegnungen etwas Besonderes. Sie erleben, wie die Kinder auf die Hunde reagieren, und sind selbst oft berührt davon, was die Vierbeiner bewirken können. Eine Pflegerin fasst ihre Erfahrung berührt zusammen: «Ich bin reich beschenkt nach Hause gefahren und sehr dankbar, dass ich Teil dieser Woche sein durfte.»
Seit nunmehr 20 Jahren bietet die Stiftung Kifa ihre Ferienwochen an. Für die Kinder bedeutet sie eine wertvolle, gemeinsame Auszeit vom oft anspruchsvollen Alltag. Neben Ausflügen und liebevoll gestalteten Aktivitäten bilden die Besuche des Vereins ABRI längst einen festen Bestandteil der Ferienwoche. Für die freiwilligen Helfer des Vereins ABRI ist jeder Einsatz mehr als nur ein Besuch es ist eine Herzensangelegenheit. «Die Begegnung zwischen Menschen und Tier schafft eine besondere Form der Verbindung – ruhig, ehrlich und stärkend. Es sind Momente der Demut und Dankbarkeit, kleine Glücksmomente, die zeigen, wie wohltuend einfache und ehrliche Zuwendung sein kann», sagt Monika Bodmer, Gründerin und Präsidentin des Vereins. Am Ende des Nachmittags bleibt das Gefühl, etwas Echtes erlebt zu haben – Begegnungen, die still wirken, lange nachhallen und allen Beteiligten zeigen, wie viel Leben und Wärme in solchen Momenten liegt.
Was beim Besuchsnachmittag der Kinder der Stiftung Kifa sichtbar wird, hat einen Ursprung: den unermüdlichen Einsatz des Vereins ABRI und seiner Gründerin Monika Bodmer. Für ihr langjähriges Engagement wurde sie kürzlich mit dem Prix Sana geehrt und ausgezeichnet. Ein Preis, der Menschen würdigt, die sich in besonderer Weise für das Gesundheitswesen und das Wohl anderer einsetzen. Die Auszeichnung ehrt ein Lebenswerk, das von Mut, Mitgefühl und grosser Hingabe geprägt ist. Trotz schwerer Erfahrungen in ihrer Kindheit fand Monika Bodmer die Kraft, aus dem eigenen Schmerz etwas Positives entstehen zu lassen. Heute setzt sie sich mit ihren Therapiehunden und weiteren Tieren für Menschen ein, die Unterstützung brauchen – für Kinder in Heimen, Menschen mit Behinderungen sowie für ältere, schwer kranke oder sterbende Personen. Die Tiere schaffen Zugänge zu Geborgenheit, Vertrauen und Entlastung, wo Worte oft nicht reichen.
Ein besonderes Anliegen ist es Monika, auf stille Schicksale aufmerksam zu machen – auf Kinder, die durchs Raster fallen, ebenso wie auf Menschen in belastenden Lebensphasen. Sie bricht Tabus, spricht über schwierige Themen und zeigt, wie wichtig es ist, hinzuschauen und füreinander da zu sein. Mit dem Prix Sana wird dieses unermüdliche Engagement gewürdigt – und erinnert uns daran, wie wertvoll es ist, Brücken zu bauen zwischen jenen, die Hilfe brauchen, und jenen, die helfen können Alle Einsätze des Vereins ABRI werden ehrenamtlich geleistet. Um die Ausbildung der Therapiehundeteams sowie Besuche in Heimen, Kliniken und Institutionen wie der Stiftung Kifa weiterhin zu ermöglichen, ist der Verein auf Spenden angewiesen.
Mehr Informationen: www.verein-abri.ch
Für den Verein ABRI Nick O’Neill
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