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Ein Highlight der Ausstellung ist ein rund fünf Meter langer Einbaum aus dem einst verlandeten Bibersee in Cham.
In der Kindheit beflügelten Ritter und Prinzessinnen unsere Fantasie. Das Museum Burg Zug sammelt, bewahrt und vermittelt die Geschichte von Stadt und Kanton Zug bis zurück ins Mittelalter. Dabei wird deutlich: Die Menschen von damals waren uns oft erstaunlich ähnlich. Genau hier setzt die neue Sonderausstellung «hûs, stat, fëld – Mittelalter in der Zentralschweiz» an.
Wie lebten die Menschen im Mittelalter? Wie wohnten sie, was assen sie? Feierten sie auch so gerne Feste wie die heutigen Menschen? Und gab es denn wirklich so viele harte Kerle und holde Maiden? Zwischen 1200 und 1550 veränderte sich die Zentralschweiz enorm: Städte wurden gegründet und mit der neu eröffneten Gotthardroute blühte der Fernhandel auf. Die Bergbevölkerung hielt immer mehr Vieh für den Export über die Alpenpässe. Das Leben der Menschen war geprägt vom Glauben, dem dörflichen Miteinander und den alltäglichen Mühen und Freuden.
Die Ausstellung mit ihren über 300 Objekten aus der ganzen Zentralschweiz entstand in Zusammenar-beit mit dem Amt für Denkmalpflege und Archäologie Kanton Zug (ADA) und zeigt: So düster wie das Klischee besagt, war das Mittelalter auf keinen Fall. Begeben Sie sich auf eine Zeitreise in eine mittelalterliche Stube, erkunden Sie städtisches Handwerk, folgen Sie den Menschen vom Garten über die Felder bis auf die höchsten Alpweiden und erhaschen Sie einen Einblick in die damalige Glaubenswelt.
Highlights der Ausstellung sind der rund fünf Meter lange Einbaum aus dem einst verlandeten Bibersee in Cham und das eigens für die Ausstellung konzipierte interaktive Landschaftsmodell der Zentralschweiz. Objekte wie das Talschwert von Ursern, der Prunkgürtel von Friedrich von Greifenstein oder ein Luzerner Stadtsiegel von 1386 setzen spektakuläre, regionale Höhepunkte. Ausstellungsbesucherinnen und besucher bewegen sich frei durch die mittelalterliche Welt. Der Rundgang beginnt damit, dass sich mittelalterliche und neuzeitliche Figuren vorstellen. Sie begegnen den Besucherinnen und Besuchern immer wieder. Danach kann selbst entschieden werden, ob zuerst die inszenierte mittelalterliche Stube oder die engen Stadtgassen besucht werden. Die Objekte präsentieren sich jeweils innerhalb der einzelnen «Häuser». Danach öffnet sich die Szenerie auf Felder und Alpweiden und lässt den Blick in die Weite schweifen. Exponate in Grossvitrinen sowie das erwähnte interaktive Landschaftsmodell und der fünf Meter lange Einbaum bestimmen die zweite Hälfte der Ausstellung. Ganz zum Schluss führen die Heiligenfiguren, die im gesamten Raum präsent sind, in eine sakrale Szenerie und lassen die damalige Glaubenswelt spürbar werden. Die Szenografie nimmt bewusst die Stimmungen der jeweiligen Thematiken auf, setzt sie räumlich um und vermittelt damit ein
umfassendes Gefühl für den Alltag im Mittelalter in der Zentralschweiz.
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