Stadt Zug
Historische Kirche wird umfassend restauriert
Während Im Herbst sich die Natur in bunten Farben zeigt, lauern für Haustiere unsichtbare Gefahren: vom Verkehr in der frühen Dämmerung bis zu den Frostschutzmitteln. Ein paar Tipps, wie Mensch und Tier gesund und sicher durch die dunklere Jahreszeit kommen.
Die goldene Jahreszeit ist für viele Familien und Tierhalterinnen im Kanton Zug ein Höhepunkt: Wanderungen auf den Zugerberg, Spaziergänge entlang des Zugersees oder Streifzüge durch die Wälder locken hinaus in die Natur. Doch mit den kürzer werdenden Tagen steigt die Unfallgefahr für Haustiere erheblich. In der Dämmerung sind Katzen oder Hunde für Autofahrer fast unsichtbar – das kann lebensgefährlich enden. Besonders gefährdet sind Hunde, die am frühen Morgen oder späten Abend ausgeführt werden. Schon kleine Massnahmen können den Unterschied machen. «Hundehalternnen und Hundehalter tun gut daran, sich und ihre Vierbeiner mit Leuchthalsbändern oder reflektierenden Leinen sichtbar zu machen. Das sieht nicht nur hübsch aus, es kann Leben retten», betont Susy Utzinger. Auch für Katzen gibt es reflektierende Accessoires.», betont Susy Utzinger von der Utzinger Stiftung für Tierschutz (SUST)
Während Hunde meist an der Leine begleitet werden, sind Katzen in der kalten Jahreszeit besonders gefährdet. Viele Tiere suchen Wärme in Motor- oder Radkästen abgestellter Autos. Ein kurzer Schlag auf die Motorhaube vor der Abfahrt reicht oft, um eine Katze aus ihrem gefährlichen Versteck zu vertreiben. Noch tückischer ist Frostschutzmittel. Es riecht süsslich und schmeckt für Katzen und Hunde verlockend – schon winzige Mengen können tödlich sein. Laut Tierspital Zürich zählen Vergiftungen mit Ethylenglykol, dem Hauptbestandteil vieler Frostschutzmittel, zu den häufigsten Notfällen in der kalten Jahreszeit. Ein einziger Esslöffel reicht, um ein Tier zu töten. Verschüttete Tropfen sollten deshalb sofort beseitigt und Pfützen auf dem Garagenboden vermieden werden.
Nicht nur Hunde und Katzen leiden unter den Veränderungen der Jahreszeit. Auch Kleintiere wie Meerschweinchen sind betroffen. Sie decken ihren Vitamin-C-Bedarf im Sommer über frisches Gras und Kräuter. Im Winter muss jedoch zugefüttert werden – entweder über spezielles Grünfutter aus dem Fachhandel oder über Vitamintropfen im Trinkwasser. «Ein Vitaminmangel kann schwerwiegende Folgen haben, die aber mit wenig Aufwand vermeidbar sind», so Utzinger.
Dass Tiere nicht nur selbst in Gefahr sind, sondern auch Menschen in Unfälle verwickeln können, belegt eine Auswertung der Suva. Jährlich ereignen sich rund 40’600 Freizeitunfälle mit Tieren, davon etwa 4500 mit Katzen und 6000 mit Hunden. Die Folgen sind oft kostspielig: Durchschnittlich 1800 Franken Behandlungskosten entstehen pro Katzenunfall, bei Hunden sind es im Schnitt sogar bis zu 5300 Franken. Für den Kanton Zug mit seiner hohen Dichte an Tierhaltern bedeutet dies nicht nur persönliches Leid, sondern auch eine erhebliche volkswirtschaftliche Belastung. Zuger Tierärzte bestätigen, dass gerade im Herbst vermehrt Notfälle gemeldet werden – von angefahrenen Katzen bis zu Hunden, die sich beim nächtlichen Spaziergang verletzt haben.
Damit Tierfreundinnen und Tierfreunde im Ernstfall vorbereitet sind, hat die SUS für Tierschutz eine kostenlose Broschüre entwickelt: «Erste Hilfe für Hund und Katze». Sie fasst die wichtigsten Sofortmassnahmen bei Verletzungen, Vergiftungen oder Unfällen zusammen – kompakt und praxisnah. Ob im Auto, im Wanderrucksack oder zu Hause: Das Heft sollte nach Ansicht der Stiftung überall griffbereit liegen. «Mit einfachen Vorsichtsmassnahmen und der richtigen Vorbereitung kommen Tierhalterinnen und ihre Schützlinge sicher durch die dunkle Jahreszeit», betont Susy Utzinger.
Gerade in einer Region wie dem Kanton Zug, wo Natur und Siedlungsräume dicht beieinanderliegen, sind Tierhalterinnen und Tierhalter besonders gefordert. Spazierwege führen direkt an Strassen entlang, und die Nähe von Wohnquartieren zu Wald- und Landwirtschaftsflächen erhöht die Zahl der potenziellen Gefahrenquellen. Die Stiftung appelliert deshalb an Zuger Tierfreunde, das Thema ernst zu nehmen – auch wenn es manchmal unbequem ist, dem Hund ein Leuchtgeschirr anzulegen oder zusätzliche Vorsichtsmassnahmen zu treffen. Denn Tierliebe zeigt sich nicht nur in Streicheleinheiten, sondern vor allem in verantwortungsvollem Handeln. Wer sein Tier sichtbar macht, Frostschutzmittel sicher aufbewahrt und sich im Notfall zu helfen weiss, leistet einen wichtigen Beitrag für das Tierwohl – und für die Sicherheit aller Beteiligten. Herbst und Winter bringen für Tierhalterinnen im Kanton Zug nicht nur stimmungsvolle Spaziergänge und gemütliche Stunden, sondern auch eine Vielzahl neuer Risiken. Verkehrsunfälle in der Dämmerung, giftige Substanzen, fehlende Vitamine oder unterschätzte Unfallgefahren – all das kann verhindert werden, wenn rechtzeitig vorgesorgt wird. Die Tipps der Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz sind einfach umzusetzen, kosten wenig Zeit und können im Ernstfall Leben retten. Zuger Tierfreundinnen und Tierfreunde haben damit die Chance, gemeinsam mit ihren Schützlingen sicher durch die dunkle Jahreszeit zu kommen – und den Herbst in seiner ganzen Pracht zu geniessen.
Erste Hilfe für Hund und Katze
Herbst und Winter bringen für Tierhalterinnen im Kanton Zug nicht nur stimmungsvolle Spaziergänge und gemütliche Stunden, sondern auch eine Vielzahl neuer Risiken. Verkehrsunfälle in der Dämmerung, giftige Substanzen, fehlende Vitamine oder unterschätzte Unfallgefahren – all das kann verhindert werden, wenn rechtzeitig vorgesorgt wird. Die Tipps der Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz sind einfach umzusetzen, kosten wenig Zeit und können im Ernstfall Leben retten. Zuger Tierfreundinnen und Tierfreunde haben damit die Chance, gemeinsam mit ihren Schützlingen sicher durch die dunkle Jahreszeit zu kommen – und den Herbst in seiner ganzen Pracht zu geniessen. Weitere Informationen und die Gratis-Broschüre «Erste Hilfe für Hund und Katze» gibt es auf: www.susyutzinger.ch
Uwe Guntern
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