Nachhaltigkeit
Impulse für nachhaltige Städte und Gemeinden aus der Zentralschweiz
Immer mehr Zuger Haushalte benutzen eine Wärmepumpe
2024 gab es in der Schweiz 1,8 Millionen Gebäude mit Wohnnutzung und 4,84 Millionen Wohnungen. 35 Prozent der Gebäude wurden mit Heizöl beheizt, 17 Prozent mit Gas. Gut ein Viertel der Einfamilienhäuser (28 Prozent) und jeder fünfte Haushalt (20 Prozent) sind mit einer Wärmepumpe ausgestattet. In Zug findet Erdöl immer noch eine treue Anhängerschaft.
Ende 2024 wurden in der Schweiz 1,8 Millionen Gebäude mit Wohnnutzung sowie 4,84 Millionen Wohnungen gezählt. Das geht aus einer kürzlich herausgegeben Mitteilung des Bundesamts für Statistik (BfS) hervor. Im Kanton Zug kommt man auf 62'454 Wohnungen. Die durchschnittliche Wohnfläche einer bewohnten Wohnung lag bei 102 m². Insgesamt 54 Prozent aller Wohnungen verfügen über drei oder vier Zimmer. Die durchschnittliche Wohnfläche pro Person betrug in der Schweiz 46,6 m². Dieser Wert war bis 2021 regelmässig angestiegen und stagniert seither. Unter den Grossregionen wies die Genferseeregion mit 42,5 m² die kleinste durchschnittliche Wohnfläche pro Person auf und lag damit unter dem gesamtschweizerischen Durchschnitt. Am meisten Wohnfläche stand den Personen in der Ostschweiz (49,6 m²) und im Tessin (49,7 m²) zur Verfügung. Im Kanton Zug haben die Einwohnerinnen und Einwohner ebenfalls etwas mehr Beinfreiheit: 47,7 Quadratmeter. Am wenigsten Wohnfläche in Zug bieten die Häuser, die zwischen 1946 und 1960 gebaut wurden. Damals reichten 40,8 Quadratmeter pro Person.
Weniger Ölheizungen und mehr Wärmepumpen 52 Prozent der Wohngebäude in der Schweiz wurden im Jahr 2024 mit fossilen Energieträgern (Öl und Gas) beheizt. Die wichtigste Energiequelle fürs Heizen war weiterhin Heizöl, das in 35 Prozent aller Gebäude genutzt wurde. Im Kanton Zug waren es sogar über 39,3 Prozent. Dieser Anteil ist jedoch im Laufe der letzten 40 Jahre konstant zurückgegangen. In 17 Prozent aller Schweizer Gebäude war eine Gasheizung installiert, wobei dieser Anteil zwischen städtischen und ländlichen Regionen stark variierte. In städtischen Gemeinden wurden 29 Prozent der Gebäude mit Gas beheizt, in ländlichen Gemeinden lediglich 4 Prozent. In Zug heizten Ende 2024 19 Prozent mit Gas. Wärmepumpen in Zug und
der Schweiz Anmarsch Der Anteil der Gebäude mit einer Wärmepumpe (23 Prozent) hat sich seit dem Jahr 2000 verfünffacht. Hier liegt Zug (23,5 Prozent) leicht über dem gesamtschweizerischen Durchschnitt. Drei Viertel der in den letzten zehn Jahren erbauten Gebäude in der Schweiz verfügten über eine Wärmepumpe. In Zug besitzt knapp die Hälfte der zwischen 2001 und 2024 erbauten Gebäude eine Wärmepumpe.
Eine andere Entwicklung zeigt das Bundesamt für Statistik auf: Der Bauboom nimmt seit den 1980er-Jahren stark ab. Ab 1970 bis 2010 wurden durchschnittlich 200 Neubauten pro Jahr realisiert. Ab 2011 stotterte diesse Entwicklung. Die Quote sank im folgenden Jahrzehnt auf 135 Neubauten pro Jahr. Seit dem Jahr 2021 werden jährlich weniger als 100 Neubauten ermöglicht (siehe Tabelle). Dies stellt eine Halbierung im Vergleich zu früher dar.
BF
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